Studer liefert Schleifmaschinen für die Medtech-Fertigung Präzision für die Gesundheit

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Rundschleifmaschinen für die Medizintechnik von Studer fertigen Hüftgelenkkugeln, Dentalinstrumente und Knochenraspeln aus Titan, Edelstahl oder Keramik. Der Hersteller aus Thun setzt auf hohe Präzision, Prozesssicherheit und Automatisierung, die das Kontaminationsrisiko senkt.

Hüftpfanne, geschliffen auf einer Studer S131 Radius.(Bild:  Studer)
Hüftpfanne, geschliffen auf einer Studer S131 Radius.
(Bild: Studer)

Rundschleifmaschinen für die Medizintechnik müssen höchste Anforderungen an Genauigkeit und Bauteilqualität erfüllen. Die Maschinen von Studer stellen die Anlagen bereit, auf denen medizinische Instrumente und Geräte oder die Werkzeuge für deren Herstellung entstehen. «Heute fertigen unsere Kunden mit modernen Studer-Anlagen Produkte für unterschiedlichste medizinische Bereiche, seien es Präzisionsbohrer für Knochen, Nadeln für Rückenmarknarkosen oder Hüftgelenkprothesen. Auch im Dentalbereich gibt es viele Anwendungen», sagt Stephan Siebner, Gebietsverkaufsleiter bei Studer. Ein moderner Zahnbohrer erreicht beispielsweise mehrere hunderttausend Umdrehungen pro Minute. «Weil es um die Gesundheit von Menschen geht, gibt es in der medizinischen Fertigung strenge Qualitätsvorgaben für alle Aspekte der Maschine. Wir müssen Lastenheftanforderungen deshalb bis ins letzte Detail eins zu eins umsetzen», fügt Siebner hinzu.

Bei der Produktion von chirurgischen Instrumenten oder Prothesen ist die höchste  Bearbeitungsqualität eine selbstverständliche Voraussetzung.(Bild:  Studer)
Bei der Produktion von chirurgischen Instrumenten oder Prothesen ist die höchste Bearbeitungsqualität eine selbstverständliche Voraussetzung.
(Bild: Studer)

Auch bei den Materialien stellt die Medizintechnik höchste Ansprüche an Präzision, Oberflächengüte und Sauberkeit. «Komponenten wie Implantate, chirurgische Instrumente und Diagnostikgeräte haben häufig komplexe Geometrien und bestehen aus schwer zerspanbaren Materialien wie Titan, Edelstahl oder Keramik», erklärt Pascal Würsch, Area Sales Manager bei Studer. Die Schleiflösungen sollen höchste Genauigkeit mit Wiederholbarkeit, guter Oberflächenintegrität und robuster Prozesssicherheit vereinen, insbesondere in kontrollierten und zertifizierten Fertigungsumgebungen.

Rundschleifmaschinen für die Medizintechnik: Hüftprothesen und Dentalinstrumente

Die Radien-Innenrundschleifmaschinen S121 Radius (links) und S131 Radius (rechts).(Bild:  Studer)
Die Radien-Innenrundschleifmaschinen S121 Radius (links) und S131 Radius (rechts).
(Bild: Studer)

Die Radien-Innenrundschleifmaschinen S121 Radius und S131 Radius fertigen Hüftgelenkkugeln und Hüftpfannen. Diese Bestandteile moderner Hüftprothesen bestehen aus biokompatiblen Materialien wie Titan oder Keramik und verbleiben oft Jahrzehnte im Körper. Die S121 Radius eignet sich mit dem Führungsbahnsystem StuderGuide und hochpräzisen Achsantrieben mit Linearmotoren für das Schleifen komplexer Werkstücke aus sehr harten Materialien. Die S131 Radius bietet zusätzlich einen erweiterten Schwenkbereich der B-Achse und bis zu vier Spindelpositionen.

Die Universal-Rundschleifmaschine S31 von Studer.(Bild:  Studer)
Die Universal-Rundschleifmaschine S31 von Studer.
(Bild: Studer)

Mit der Universal-Rundschleifmaschine S31 entstehen geometrisch komplexe Dentalinstrumente. Diese Werkzeuge braucht es in Dentallabors, um Zahnprothesen oder Schienen herzustellen. Die S31 fertigt Zahnfräser aus Hartmetall präzise und effizient und lässt sich dank eines Baukastensystems für solche Aufgaben konfigurieren. Frequenzgesteuerte Motorschleifspindeln und ein hochauflösendes Direktmesssystem sorgen für beste Ergebnisse. Auch Knochenraspeln für die Orthopädie und Chirurgie lassen sich auf der S31 zuverlässig herstellen. «Tatsächlich kommen viele Modelle von Studer weltweit für unterschiedliche Medizintechnik-Komponenten zum Einsatz», bestätigt Würsch. Die Anlagen stehen sowohl bei grossen Konzernen als auch bei kleinen Zulieferbetrieben.

Software und Automatisierung für die Medtech-Fertigung

Studer entwickelt eigene Software wie StuderWIN, StuderPictogramming und StuderSIM sowie integrierte Tools zum Profilieren, Messen oder Konturengenerieren. Dazu kommen moderne Sensorik und C.O.R.E., die Hard- und Softwarearchitektur von United Grinding. Am Touchpanel lässt sich die Produktion intuitiv steuern, inklusive Echtzeitdatenanalyse. Besonders für Mitarbeitende mit weniger Schleiferfahrung sind diese Werkzeuge hilfreich, betont Würsch.

Auch die Automatisierung gewinnt an Bedeutung. Mit ihr lassen sich selbst mit wenig Personal konstant hochwertige Werkstücke rund um die Uhr in Serie herstellen. In der Medizintechnik hat sie einen weiteren Vorteil: Durch die reduzierte manuelle Handhabung sinkt das Kontaminationsrisiko durch Mitarbeitende erheblich. «Studer kann seinen Kunden durch einen modularen Ansatz komplett automatisierte Lösungen mit standardisierten Ladern, Robotern und Schnittstellen anbieten, aber auch individuelle Setups sind möglich», erläutert Siebner. Gemeinsam mit dem Kunden werden Maschinenkonfiguration, Schleiftechnologie und Schleifscheiben ausgewählt. Das ist besonders in der Medizintechnik wichtig, wo Validierung, Dokumentation und Prozessqualifikation entscheidend sind.

Kostendruck und Fachkräftemangel

Die Medizinindustrie ist global aufgestellt, der Wettbewerb ist umkämpft. «Der Druck zum Kostensparen und mehr Effizienz ist überall spürbar, gleichzeitig steigen die Ansprüche an Qualität», sagt Siebner. Der demografische Wandel verschärft die Lage: Es stehen immer weniger Fachkräfte für die Fertigung zur Verfügung, während in älter werdenden Gesellschaften die Nachfrage nach Medizintechnik steigt.

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Für eine stabile Produktion in dieser streng regulierten Branche sorgt auch der Kundendienst. Schnelle Reaktionszeiten, präventive Wartungsprogramme und Ferndiagnosen tragen zur Maschinenverfügbarkeit bei. Als aktuelle fertigungstechnische Neuerung nennt Studer die berührungslose Abrichttechnologie WireDress für das Aussen- und Innenschleifen.