DMG Mori zeigt Drehlösungen für die Medizintechnik Medizinteile in einem Prozess fertigen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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DMG Mori bündelt Drehtechnik, Gegenspindelbearbeitung, Automation und Prozessdaten zu integrierten Fertigungslösungen für die Medizintechnik. Sie sollen Knochenschrauben, Dentalimplantate und Instrumentenkomponenten mit weniger manuellen Eingriffen und reproduzierbarer Qualität herstellen.

Die NTX 500 mit Roboterautomation IMTR bearbeitet Implantate und orthopädische Instrumente auf sechs Seiten komplett.(Bild:  DMG Mori)
Die NTX 500 mit Roboterautomation IMTR bearbeitet Implantate und orthopädische Instrumente auf sechs Seiten komplett.
(Bild: DMG Mori)

Produktionsdrehen für die Medizintechnik verlangt hohe Präzision, reproduzierbare Qualität und möglichst wenige manuelle Eingriffe. Der Ansatz von DMG Mori richtet sich an CNC-Fertiger, die Bauteile wie Schrauben, Dentalimplantate, Instrumentenkomponenten oder Gerätebauteile wirtschaftlich und prozesssicher herstellen müssen. Steigende Variantenvielfalt, Kostendruck und Fachkräftebedarf erhöhen den Druck, kleinteilige Prozessketten mit mehreren Maschinen, manuellen Umspannvorgängen und hohen Handhabungsanteilen neu zu bewerten.

Produktionsdrehen für die Medizintechnik: eine integrierte Prozessplattform

Unter Produktionsdrehen versteht DMG Mori horizontale Drehplattformen für die Komplettbearbeitung rotationssymmetrischer und komplexer Bauteile. Je nach Anwendung kommen Maschinen mit Hauptspindel, Gegenspindel, mehreren Werkzeugträgern, angetriebenen Werkzeugen, Y-Achse und Stangenbearbeitung zum Einsatz. Mehrere Bearbeitungsschritte lassen sich parallelisieren und Nebenzeiten reduzieren. So können Bauteile in einem weitgehend durchgängigen Prozess vom Rohmaterial bis zum fertigen Werkstück geführt werden.

Die SPRINT-Serie und die NZ-Plattform von DMG Mori parallelisieren Bearbeitungsschritte und verkürzen Nebenzeiten.(Bild:  DMG Mori)
Die SPRINT-Serie und die NZ-Plattform von DMG Mori parallelisieren Bearbeitungsschritte und verkürzen Nebenzeiten.
(Bild: DMG Mori)

Für die Medizintechnik verbindet DMG Mori diese Maschinenarchitektur mit einer branchenspezifischen Prozessauslegung. Dazu zählen SPRINT-Langdrehautomaten und kompakte Produktionsdrehmaschinen für stangenbasierte Kleinteile wie Schrauben und Dentalimplantate, MULTISPRINT-Konzepte für die produktive Variantenfertigung, die Plattformen NZ und NZX für komplexere Instrumentenkomponenten sowie Dreh-Fräslösungen für präzise Gerätekomponenten.

Von Knochenschrauben bis zu Gerätekomponenten

Implantate und Prothesen verlangen höchste Fertigungsqualität.(Bild:  DMG Mori)
Implantate und Prothesen verlangen höchste Fertigungsqualität.
(Bild: DMG Mori)

Bei stangenbasierten Kleinteilen wie Knochenschrauben oder Dentalimplantaten stehen die SPRINT-Langdrehautomaten und die MULTISPRINT-Konzepte im Vordergrund. Sie unterstützen die Bearbeitung aus der Stange, reduzieren Umspann- und Handhabungsschritte und schaffen stabile Voraussetzungen für wiederholgenaue Serienprozesse.

Bei komplexeren Instrumentenkomponenten wie Griffen, Gelenkteilen, Verbindungselementen oder Steckprofilen bieten die NZ-Plattform, die NZX-Baureihe und die SPRINT-Revolvermaschinen zusätzliche Möglichkeiten zur Parallel- und Komplettbearbeitung. Haupt- und Gegenspindel, mehrere Revolver, Y-Achsen und angetriebene Werkzeuge ermöglichen Vorder- und Rückseitenbearbeitung, Querbohrungen, Konturen und Planflächen in einem Prozess. Dadurch lassen sich Taktzeiten verkürzen und interne Handhabungsschritte reduzieren.

Auch rotationssymmetrische Gerätebauteile mit zusätzlichen Fräsanteilen lassen sich auf geeigneten Plattformen wirtschaftlich fertigen, etwa Wellen, Gehäuse, Kupplungselemente oder Komponenten für medizintechnische Antriebs- und Handhabungssysteme. Die Integration von Dreh- und Fräsoperationen unterstützt Rundlaufgenauigkeit und Formtreue. Prozess-, Werkzeug- und Werkstückdaten können für Rückverfolgbarkeit, Qualitätsbewertung und auditfähige Dokumentation genutzt werden.

Sechs Seiten in einer Aufspannung: NTX 500 mit Roboterautomation

Als Beispiel nennt DMG Mori die Bearbeitung von anspruchsvollen Implantaten und orthopädischen Instrumenten auf der NTX 500. Das kompakte Dreh-Fräszentrum realisiert eine effiziente 6-Seiten-Komplettbearbeitung. Eine integrierte Roboterautomation (IMTR) steigert bei Bedarf die Produktivität zusätzlich.

Von der Maschinenauswahl zum qualifizierbaren Serienprozess

DMG Mori begleitet Anwender in der Medizintechnik von der Auswahl der Dreh- und Fräsmaschinen über Automation und Peripherie bis zur Auslegung qualifizierbarer Serienprozesse. Dazu zählen Beratung für neue und bestehende Fertigungen, Fertigungsplanung, Technologieauslegung, Prozessentwicklung, Inbetriebnahme und Service im laufenden Betrieb. In den Medical Excellence Zentren bündelt das Unternehmen Maschinen, Applikationswissen, Automation, Digitalisierung und Prozesskompetenz für medizintechnische Anwendungen.

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